Müller-Hörnstein
famille·AT·Siebmacher
Blasonnement
W.: 3 gekr. Helme: i) halber # Adler, 2) zwischen r. #, 1. rotem Flug ein natürlicher Kranich, 3) Löwe mit dem Mühlstein. Hdkn.: }f-gold, rot-silber. Tiroler Adelsgeschlecht, aus dem die Brüder Ruprecht M., Portner auf Ambras und Adam erzherzogl. reitender Kammerbote von Erzherzog Ferdinand ddo. Insbruck 31. 3. 1588 einen Wappenbrief erhielten. Als Oesterreich von den Niederlanden Besitz ergriffen hatte, machte sich die Familie in Brüssel ansässig, zog jedoch nach dem Verluste dieser Provinz nach NOe., woselbst sich das Geschlecht mit mehreren Gütern ansässig machte. Heinrich Jgnaz Nikolaus Gislanus von M., Staatsrat und Kriegsseeretarius während der österreichischen Herrschaft in den Niederlanden, wurde als Ritter des ungar. Stefansordens mit Diplom ddo. Brüssel 14. 5. 1794 in den erblichen Freiherrenstand erhoben. Nachdem er die nö. Herrschaft Hörnstein erkauft hatte, nahm die Familie das letztere Prädikat an; er wurde am 8. 3. 1800 auch unter die neuen Geschlechter des nö. Ritterstandes aufgenommen. Unterm 15, 10. 1829 erfolgte seine und seiner 3 Söhne Heinrich, Christof und Eduard Einverleibung in den nö. Herrenstand. Von den Gütern, die sie damals im Besitze hatten, wurden Hörnstein mit Starhemberg an den Erzherzog Rainer verkauft, in dessem Besitze sich dieselben auch heute noch befinden; die übrigen Herrschaften Reitenau, Eichberg und Klein Marienzell wurden in den Jahren 1840—1848 veräussert. Das Geschlecht blüht dermalen in zahlreichen Mannessprossen, insbesondere auch i